Soziales, Senioren, Gesundheit und Integration

Wir wollen die soziale Stadt, in der sich die Menschen wohlfühlen, sich umeinander kümmern und füreinander einstehen.

Dabei wollen wir hinsehen und uns mit sozialen Problemen, Armut und Perspektivlosigkeit nicht abfinden.

Dafür brauchen wir eine gute, soziale Infrastruktur.
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen haben wir in Eschweiler in den vergangenen Jahren vieles aufrechterhalten und weiterentwickeln können. Aber gerade in diesem Politikfeld gibt es ständig neue Herausforderungen, die mit einer nachhaltigen und vorsorgenden Kommunalpolitik angegangen werden können.

Weiterentwicklung des Angebots an bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum

Zur Weiterentwicklung des Angebots an bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum ist nicht nur der Neubau von Wohnungen vorgesehen, sondern auch die nachhaltige Nutzung von leerstehendem Wohnraum.

Wir wollen bis zum Ende der Wahlperiode 2025 mit den Wohnungsbauakteuren mindestens 250 neue barrierefreie, bezahlbare Wohnungen schaffen.

Wir werden prüfen, ob die Strukturfördergesellschaft oder die Schaffung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft die besseren Rahmenbedingungen zur Zielerreichung erfüllt. 
Darüber hinaus befasst sich der Behindertenbeirat als Daueraufgabe mit dem Thema Barrierefreiheit. Dabei wird er von einer, „Kommission barrierefreies Bauen“, welche unter anderem mit Fachleuten sowie Bürgerinnen und Bürgern besetzt ist, fachlich und inhaltlich, unterstützt.

Weitere Förderung der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum

Unser Ziel ist es, die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum der Stadt Eschweiler (z.B. durch barrierefreie Bürgersteige und Aufenthaltsplätze) weiter voranzubringen.

Unser Eschweiler muss für alle Eschweilerinnen und Eschweiler erlebbar und erfahrbar sein.

Fortführung der Modernisierung der städtischen Unterkünfte

Neben dem zweiten Bauabschnitt in der Hüttenstraße, wo die städtischen Unterkünfte renoviert und dem Wohnbedarf angepasst werden, werden wir auch die Situation in Weisweiler verbessern.
Die Unterkünfte dort sind in die Jahre gekommen und weder Nutzerinnen und Nutzern noch Anwohnerinnen und Anwohnern auf Dauer zumutbar. Hier werden wir ein zukunftsfähiges Konzept entwickeln, welches die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigen muss.

Beratung für ältere alleinlebende Menschen stärken

Wir wollen gemeinsam mit den zuständigen Verbänden die sozialen Beratungsangebote bedarfsgerecht weiterentwickeln. Eine erste, aus dem Jugendhilfebereich bekannte Maßnahme, sog. präventive Hausbesuche, haben wir bereits erprobt. Diese sollen einer evtl. Unterversorgung und Vereinsamung frühzeitig entgegenwirken.

Mit Einführung eines Seniorenbeauftragten und einem fortschrittlichen Seniorenhilfekonzept z.B. in der Villa Faensen - Haus der Begegnung -, haben wir eine gute Grundlage und ein Netzwerk geschaffen, um die Seniorenarbeit zukunftsorientiert zu gestalten.

Altersarmut bekämpfen

Altersarmut ist ein strukturelles Problem. Die Gründe dafür liegen im beruflichen Werdegang, in der Höhe der Entlohnung während des Berufslebens, dem Gesundheitszustand u.v.m.

Daher muss dieses Thema weiter auf allen politischen Ebenen bearbeitet werden. Die Möglichkeiten der Kommunen sind jedoch begrenzt. Diese können leider häufig nur die Symptome von Altersarmut abfedern. Durch verschiedene Beratungsangebote, z. B. Villa Faensen, ehrenamtliche Angebote und Hilfen, Erfassung im Sozialbericht, günstige Wohnungen usw., wurde hierzu eine Basis geschaffen.
Trotz schwieriger Haushaltslage haben wir Sozialdemokraten die sozialen Verbände (wie die Treffs der AWO, die Tafel, die Möbelkammer, die Kleiderkammer, den Sozialverband Deutsch-land u.a.) unterstützt und bezuschusst, im Haushalt 2020 mit 80.000,- Euro.

Wir werden die Arbeit auf diesem wichtigen Feld gezielt fortführen und beabsichtigen, eine Veranstaltung mit Fachleuten durchzuführen, die uns weitere lokalpolitische Ansätze aufzeigen soll.
Die Beratung der Sozialverwaltung, z.B. zum Wohngeld, Grundsicherung im Alter, beabsichtigen wir, niederschwellig anzubieten. Dies kann z.B. in den Begegnungsstätten erfolgen, bei Vorträgen in der VHS, durch verständlicheres Informationsmaterial usw.

Der Kampf gegen Altersarmut ist eine Querschnittsaufgabe, die viele Bereiche des öffentlichen Lebens betrifft. So arbeiten wir auch an weiteren Vergünstigungen, z.B. beim ÖPNV, bei Erwachsenenbildungsangeboten der VHS und Seniorensport- und Gesundheitsangeboten.

Schuldnerberatung in Eschweiler aufbauen und fördern

Der Sozialdienst katholischer Frauen Eschweiler hat seine Schuldnerberatung aus personellen und wirtschaftlichen Gründen (Rahmenbedingungen) in Eschweiler leider einstellen müssen. Eine Kooperation mit dem Sozialdienst katholischer Frauen Stolberg ist derzeit vorgesehen. Sollte es sich aber zeitnah zeigen, dass es für die Bürgerinnen und Bürger keine ausreichende Beratungsmöglichkeit in Eschweiler gibt, werden wir uns für ein neues Schuldnerberatungsangebot einsetzen.

Schaffung von Begegnungsstätten für Jung und Alt

Stadtviertel und Quartiere haben für die Eschweilerinnen und Eschweiler eine besondere Bedeutung. Viele sind dort aufgewachsen und verwurzelt. Ein Großteil des Alltagslebens findet unmittelbar dort statt. 

Durch die Schaffung von Begegnungsstätten unter Einbeziehung der Menschen vor Ort wollen wir das gemeinsame Leben, Wohnen und das soziale Miteinander von Jung und Alt in den Quartieren stärken. Wir wollen, dass dies von einem hauptamtlichen Stadteilmanagement begleitet wird.
Ein Bereich „Sozialplanung“ in der Stadtverwaltung Eschweiler, den wir nachhaltig etablieren wollen, liefert uns dafür die notwendigen, sozialräumlichen Daten. 

Einführung von Ehrenamtsbeauftragten

Zahlreiche Menschen bringen sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl in unserer Stadt ein und leisten dort viele Stunden unentgeltlicher Arbeit.

Die sozialen Verbände berichten uns allerdings auch, dass es zunehmend schwieriger wird, Mitarbeitende für die Vorstandsarbeit zu gewinnen.

Wir werden einen Ehrenamtsbeauftragten einführen, der den Vereinen unterstützend und beratend zur Seite steht, sie auf Födermöglichkeiten hinweist und bei der Beantragung unterstützt.

Integration durch lokale Projekte fördern

Lokale Projekte, die die Integration voranbringen, werden wir auch weiterhin bezuschussen (z.B. im Sportbereich) und neue Angebote (z.B. Hilfe bei der Wohnraumbeschaffung) finanziell unterstützen. Sprach- und Integrationskurse werden wir fortsetzen. Die Migrations- und Quartiersberatung in Eschweiler (z.B. im Stadtteil West) ist ein sinnvolles Angebot. Diese Angebote werden wir weiterfinanzieren und mit Hilfe des Förderprogramms „Soziale Stadt Eschweiler“ noch erweitern. 

Infrastruktur im Gesundheitsbereich stärken

Eschweiler hat im Gesundheitsbereich eine gute Infrastruktur mit vielen Angeboten, Beschäftigten und Dienstleistungen. Wir wollen auch mittel- bis langfristig die ärztliche Versorgung in den Randgebieten auf hohem Niveau sicherstellen.

Daher unterstützen wir - neben dem MQN am Sankt-Antonius-Hospital Eschweiler - die Entwicklung eines kommunalen, medizinischen Versorgungszentrums (MVZ). Gesundheit darf nicht gewinnorientierten Konzernen überlassen werden.

Pflegesektor in Eschweiler stärken

Der weitere, politische Einsatz zur Schaffung von mehr Kurzzeitpflegeplätzen ist dringend notwendig. Auch Tagespflegeplätze zur Entlastung von pflegenden Angehörigen sind in den Außenorten notwendig (z.B. in Bergrath, Hastenrath und Dürwiß). Das bisherige Seniorenzentrum in der Bismarckstraße steht seit einigen Jahren leer. Der Träger zeigt bisher keine ernsten Absichten, den Umbau fortzuführen. Hier werden wir Gespräche führen und daran arbeiten, dass sich das ändert.

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