Zuwachs für die AsF: die Kinomädels

Veröffentlicht am 12.10.2018 in Arbeitsgemeinschaften

Seit 40 Jahren gibt es die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen des SPD-Ortsverbands Eschweiler-Süd

40 Jahre politisches Engagement, Zusammenhalt und Frauenpower: Das feierte nun die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) des SPD-Ortsverbands Eschweiler-Süd. Im Vereinsheim der KG Eefelkank an der Bohler Straße kamen nicht nur die Mitglieder, sondern auch der Vorstand des SPD-Ortsverbands Süd sowie zahlreiche Gäste zusammen, um zu gratulieren und sich an die Anfänge der SPD-Frauen zu erinnern.

„40 Jahre würden im Eheleben die Rubinhochzeit bedeuten. Also liebe Männer unseres Ortsverein, ihr und wir haben jetzt Rubinhochzeit“, scherzte Helga Grimmer, Vorsitzende der AsF Eschweiler-Süd zur Begrüßung der männlichen Gäste, die an diesem Vormittag deutlich in der Unterzahl waren. Schließlich standen vor allem die Frauen im Vordergrund, die sich nunmehr seit 40 Jahren ebenso in der SPD in Eschweiler engagieren.

Anfang mit Gerda Weyermann

In ihrer Begrüßung erinnere Helga Grimmer natürlich auch an ihre Vorgängerinnen im Amt der Vorsitzenden: angefangen mit Gerda Weyermann, die 1978, ein Jahr nach Gründung des SPD-Ortsverbands Eschweiler-Süd, die AsF Eschweiler-Süd gründete. 1984 übergab Weyermann den Vorsitz an Margret Meyer, die die SPD-Frauen bis 1990 anführte. Ilse Frohn, die ebenfalls an der Jubiläumsfeier teilnahm, war von 1990 bis 2001 Vorsitzende, bevor sie das Zepter an Helga Grimmer übergab.

Grimmer betonte, dass die SPD-Frauen, wie die AsF’lerinnen sich selbst am liebsten bezeichnen, da sie wesentlich mehr als nur eine Arbeitsgemeinschaft seien, viel auf die Beine stellen. Über die monatlichen Treffen hinaus engagieren sich die Frauen im politischen Geschehen der Stadt Eschweiler. Dadurch konnte die AsF viele Frauen in die Politik entsenden, wie zum Beispiel Brigitte Gradel, die im Kreistag vertreten war, oder Ilse Frohn, die im Eschweiler Stadtverband die Meinung der Frauen vertrat. Heute sitzt aus der AsF Süd Brigitte Priem im Rat der Stadt Eschweiler.

Dass das Engagement der AsF Eschweiler-Süd bis heute viel Beachtung in Eschweiler findet, zeigten die Glückwünsche der zahlreichen Gratulanten: darunter unter anderem Bürgermeister Rudi Bertram, die stellvertretende Bürgermeisterin Helen Weidenhaupt, Ortsverbands-Vorsitzender der SPD Eschweiler-Süd Georg Maier, AsF Stadtverbandsvorsitzende Edeltraud Lindner, die Vorsitzende der AsF Eschweiler-Mitte Agi Zollorsch und Bundestagsmitglied Claudia Moll. Sie waren sich einig: Auch wenn die Frauen der AsF am Anfang vielleicht belächelt wurden und nicht so viel Einfluss hatten, würde die Politik in Eschweiler heute nicht mehr ohne sie funktionieren.

Bürgermeister Rudi Bertram habe im Wahlkampf immer auf sie zählen können, ebenso wie der SPD-Ortsverband Eschweiler-Süd bei seinen Veranstaltungen. Bundestagsmitglied Claudia Moll feuerte die Frauen an, mit der Arbeit weiter zu machen: „Ich merke in der großen Politik, wie wenig wir Frauen dort sind, aber auch, wie wichtig“.

Dies ist auch der AsF Süd bewusst. Um jüngere Genossinnen zu aktivieren, haben die Frauen eine neue Gruppe gegründet: Die Kinomädels. Einmal im Monat treffen sie sich gemeinsam mit Kolleginnen der AsF Mitte zu einem Kinoabend im Eschweiler Primus-Palast. Vor der Filmvorführung, die an diesem Abend nur für Frauen ist, tauschen sich die Damen noch über politische Themen aus. Über ihre eigenen Veranstaltungen hinaus engagiert sich die AsF regelmäßig mit der Arbeitsgemeinschaft 60plus und den Jusos als Trio im Stadtverband.

Die Gleichstellung der Frauen in der Politik, im Beruf und in der Familie: Das sind nur einige Ziele der AsF in Eschweiler-Süd sowie in ganz Deutschland. Auch Helga Grimmer und ihre Mitstreiterinnen werden sich weiter dafür einsetzen. Den gemeinsamen Tag der Jubiläumsfeier nutzten sie daher zum einen als ein gemütliches Zusammensein mit Mittagessen, selbstgebackenem Kuchen und musikalischer Unterhaltung durch ihren Ortsverbandsvorsitzenden Georg Maier an der Gitarre, unterstützt von Anja Rombach am Cajon. Zum anderen schmiedeten die Frauen selbstverständlich schon Pläne für zukünftige Politikthemen und Aktivitäten. Wie sollte es auch anders sein.

Quelle: Eschweiler Nachrichten / Eschweiler Zeitung vom 10.10.2018

 
 

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