Stellungnahme der SPD-Fraktion zur Entwicklung des Rathausquartiers (ehemals City-Center)

Veröffentlicht am 30.10.2018 in Ratsfraktion

Die SPD-Fraktion Eschweiler hat sich in den letzten Jahren und Monaten wiederkehrend mit der Situation am City-Center/Rathausquartier beschäftigt.  Für uns ist das Rathausquartier nach der Gestaltung der Fußgängerzone, des Marktes und der nördlichen Innenstadt ein weiterer elementarer Baustein der städtebaulichen Entwicklung in der Innenstadt.

Das alte „City-Center“ war über Jahrzehnte hinweg ein Dreh- und Angelpunkt in Eschweiler, was Aufenthaltsqualität und Einkauf anging. Unzählige Eschweiler Bürgerinnen und Bürger, aber auch Auswärtige, haben hier viel Zeit verbracht und verbinden mit dem City-Center positive Erinnerungen.

Nach der Schließung des Ankermieters Hertie (früher Karstadt) und dem anschließenden Niedergang des City-Centers war der Zustand des Schandflecks der „Hertie-Immobile“ (inklusive des immer wieder auftretenden Vandalismus) über neun Jahre hinweg ein schwer erträglicher Zustand. Verwaltung und Politik haben immer wieder Versuche unternommen um mit dem damaligen Eigentümer ins Gespräch zu kommen.

Darauf aufbauend unterstützt die SPD-Fraktion das Vorhaben wieder Leben in den Bereich des ehemaligen City-Centers zu bringen. Wir sind uns der Bedeutung des Projektes sehr bewusst.

Zu den Plänen des Investors und Eigentümers (Ten Brinke) am Rathausquartier:

Am Rathausquartier baut ein privater Investor und Eigentümer auf einem privaten Grundstück. Nach dem Investorenwechsel haben wir die neue Planung zur Kenntnis genommen. Wir unterstützen das Vorhaben des Investors hier Einkaufsmöglichkeiten mit neuen Wohnungen und Dienstleistungen  zu kombinieren und damit das alte „City-Center“ wieder nutzbar zu machen. Hierbei sind uns einige Leitlinien besonders wichtig. Dies haben wir in einem Gespräch dem Investor dargelegt.

Was uns wichtig ist:

  • Die architektonische Gestaltung muss dem Umfeld angepasst sein und darf nicht städtebaulich schlicht gehalten werden.
  • Die Planung für ein solch wichtiges und zentrales Bauvorhaben muss auch die Aufenthaltsqualität vor Ort im Blick haben. Dies umfasst unter anderem eine angemessene Begrünung und Beleuchtung sowie Sitzgelegenheiten. Der neugestaltete Markt mit seiner guten Aufenthaltsqualität muss mit dem Rathausquatier verzahnt werden.
  • Der Aspekt „Barrierefreiheit“ muss bei der Gestaltung des gesamten Rathausquartiers inklusive der Wohnungen berücksichtigt werden.
  • Die Planung der Kindertagesstätte muss die An- und Abfahrtswege vom geplanten Parkplatz und den Abhol- und Zubringerverkehr an den Kindergarten berücksichtigen.

Elementar für die zukünftige Einbindung des Rathausquartiers in die bereits vorhandenen Strukturen sind die folgenden Punkte:

  • Bei der Gestaltung des Rathausvorplatzes muss das Ziel verfolgt werden, eine gute Verbindung für Fußgänger zur südlichen Innenstadt herzustellen. Hier sind im nächsten Jahr mehrere Workshops mit Bürgerbeteiligung durch die Stadt Eschweiler vorgesehen. Die Ergebnisse dieser Bürgerbeteiligung werden für uns eine wichtige Entscheidungsgrundlage sein.
  • Der Rückbau der Indestraße kann nur vorgenommen werden, wenn sichergestellt ist, dass durch die Verengung keine Probleme sowohl im Anlieger – als auch im Durchgangsverkehr entstehen. Die Problematik der Verkehrssituation auf der Indestraße bei einer Vollsperrung der A4 muss mit berücksichtigt werden.
  • Das durch die neuen Einkaufsmöglichkeiten entstehende erhöhte Verkehrsaufkommen muss durch eine alternative Verkehrsführung aufgefangen werden. Es ist wichtig, auch eine gute Anbindung für den Radverkehr und eine gute Vernetzung mit den Angeboten des ÖPNV zu schaffen.
  • Die Schaffung neuer, attraktiver Einkaufsmöglichkeiten ist eine große Chance. Für uns ist wichtig, dass das City-Management und Investoren/Eigentümer hier ins Gespräch kommen, um die bestehenden Chancen der Neuansiedlung gemeinsam zu nutzen.
 
 

Facebook

Mitmachen!