Stellungnahme der SPD-Fraktion zur Entwicklung des Rathausquartier (ehemals City-Center)

Veröffentlicht am 08.04.2020 in Ratsfraktion
 

Nadine Leonhardt

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Eschweiler hat sich in den letzten Jahren und Monaten wiederkehrend mit der Situation am City-Center/Rathausquartier beschäftigt. Für uns ist das Rathausquartier nach der Gestaltung der Fußgängerzone, des Marktes und der nördlichen Innenstadt ein weiterer elementarer Baustein der städtebaulichen Entwicklung in der Innenstadt.

Das alte City-Center war über Jahrzehnte hinweg ein Dreh- und Angelpunkt in Eschweiler Innenstadt., was Aufenthaltsqualität und Einkauf anging. Unzählige Eschweiler Bürgerinnen und Bürger, aber auch Auswärtige, haben hier viel Zeit verbracht und verbinden mit dem City-Center positive Erinnerungen.

Nach der Schließung des Ankermieters Hertie (früher Karstadt) und dem anschließenden Niedergang des City-Centers war der Zustand des Schandflecks der „Hertie-Immobile“ über neun Jahre hinweg ein schwer erträglicher Zustand im Herzen unserer Stadt. Verwaltung und Politik haben immer wieder Versuche unternommen um mit dem damaligen Eigentümer ins Gespräch zu kommen.

Die SPD-Fraktion unterstützt das Vorhaben, wieder Leben in den Bereich des ehemaligen City-Centers zu bringen.

Zu den Plänen des Investors (Ten Brinke) am Rathausquartier:

Am Rathausquartier baut ein privater Investor auf einem privaten Grundstück. Nach dem Investorenwechsel haben wir die neue Planung zur Kenntnis genommen.

Wir unterstützen nach wie vor das Vorhaben des Investors, hier Einkaufsmöglichkeiten mit Wohnungen und Dienstleistungen zu kombinieren und damit das alte „City-Center“ wieder nutzbar zu machen. Die geplante Errichtung einer sowie die Ansiedlung der Eschweiler Volkshochschule an diesen Standort begrüßen wir ebenfalls.

Die Ankündigung des Investors TenBrinke, auf die im ursprünglichen Konzept angekündigten Wohnungen gänzlich zu verzichten, gefährdet jedoch das—auf den drei Bausteinen Einkaufen, Wohnungen und Dienstleistungen beruhende Projekt.

Diese Position hat die SPD-Fraktion auch der Firma Ten Brinke in durchaus offensiven, aber konstruktiv geführten Gesprächen deutlich gemacht.

Als Ergebnis dieser Gespräche hat Ten Brinke zugesagt, von der bisherigen abzuweichen und Wohnbebauung auf einer Fläche von voraussichtlich 1000 Quadratmetern wieder in die Planungen aufzunehmen. Damit konnte ein Kompromiss zwischen Wohnungsbau und Geschosshöhe gefunden werden.

Die SPD-Fraktion erwartet nun, dass diese Zusage zur Wohnbebauung sowohl seitens des Investors, als auch seitens der Verwaltung in die Beschlussvorlagen zum nächsten PLUBA/Stadtrat Eingang finden.

Unsere Zustimmung zum Projekt „Rathausquartier“ werden wie darüber hinaus von einer erfolgreichen verwaltungs- und verfahrensrechtlichen Abstimmung der Stadt Eschweiler, der Städteregion Aachen sowie des beteiligten Ministeriums abhängig machen.

 

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