OV Mitte: Hürden, Hindernisse und Engpässe

Veröffentlicht am 15.03.2019 in Ortsverein

Jährlich 50.000 Euro für Beseitigung von Barrieren im Stadtbild. Erster Schritt in Röhe geschafft.

Der demographische Wandel und die aktive Einbindung von Menschen mit Handicap in unsere Gesellschaft prägt längst auch die Stadtentwicklung und den heutigen baulichen Standard. Abgesenkte Bordsteine und Barrierefreiheit sind beim Bau oder der Sanierung von Straßen seit langem feste Regel.

Und doch gibt es eine ungeahnte Vielzahl von Hürden, Hindernissen und Engpässen, die vor allem Menschen mit Bewegungseinschränkungen enorme Probleme und nicht zuletzt ein großes Sicherheitsrisiko bereiten. Oft für Menschen ohne Behinderung oder körperliche Einschränkung kaum sichtbare bauliche Gegebenheiten machen das Leben von Menschen mit Einschränkung oder auch mit einem Kinderwagen schwerer und schränken sie auf ihren Wegen häufig ein.

Der SPD-Ortsverein Eschweiler-Mitte setzte sich mit der SPD-Stadtratsfraktion dafür ein, dass jährlich 50.000 Euro im kommunalen Haushalt bereitgestellt werden, die ausschließlich zur Beseitigung von Barrieren und Hürden für mobilitätseingeschränkte Menschen genutzt werden.

Nicht mehr auf Straße fahren

Beispielhaft für Verbesserungen ist die Einmündung Aachener Straße/Ecke Schulstraße, wo eine Bordsteinabsenkung nun das sichere Überqueren der Straße mit Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwagen ermöglicht. Zuvor musste die stark befahrene Aachener Straße überquert werden, um seine Ziele in dem westlichen Teil Röhes erreichen zu können. Rollstuhlfahrer zum Beispiel mussten sogar ein Stück auf der Straße fahren, um von A nach B zu kommen.

In Sachen Barrierefreiheit scheint noch eine Menge Luft nach oben. Noch an einigen Stellen gebe es Verbesserungsbedarf, findet die SPD. Ein Beispiel dafür ist die schon wenige Meter weiter gelegene Fußgänger-Querungshilfe der Aachener Straße vor der Röher Kirche. Mit einem Rollstuhl oder Rollator ist dort ein Wenden auf der Fahrbahn und anschließendes Ziehen auf den Bürgersteig notwendig, was sich als enorm gefährlich entpuppt und nur mit beschwerlicher fremder Hilfe möglich ist. „Brenzlige Situationen beim Überqueren der Straße sind hier an der Tagesordnung, und unser Bewegungsradius ist dadurch doch sehr eingeschränkt“, bestätigen Röher Bürger.

(Quelle: Eschweiler Nachrichten / Eschweiler Zeitung vom 15.03.2019)

 
 

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