Organspende - Entscheidungslösung oder Widerspruchslösung?

Veröffentlicht am 06.07.2019 in Stadtverband

SPD Eschweiler sowie Claudia Moll, MdB und Ulla Schmidt, MdB laden ein zur Diskussion

Die Zahlen der Organspenden in Deutschland sind zu niedrig. Rund 10.000 Patientinnen und Patienten brauchen in Deutschland ein Spenderorgan und die Wartelisten für bestimmte Organe sind lang. Es steht zweifelsfrei fest, dass die Bereitschaft zur Organspende in der Bevölkerung erhöht werden muss. Dies fordert zu allererst gezielte Aufklärung. Denn wichtig ist, dass die Informationen zur Spendenbereitschaft an den entscheidenden Stellen ankommen.

Einen wichtigen Schritt die Situation zu verbessern, hat der Deutsche Bundestag im Februar 2019 mit Gesetz für bessere Strukturen und Zusammenarbeit in der Organspende (GZSO), unternommen. Daher ist es gut, dass mit dem GZSO die Defizite behoben werden sollen und die Strukturen verbessert werden.

Darüber hinaus gibt es nun unterschiedliche Vorstellungen, wie die Organspende weiter zu stärken ist: Eine Widerspruchsregelung, die davon ausgeht, dass einem Menschen Organe entnommen werden dürfen, wenn man nicht ausdrücklich widersprochen hat oder einer Zustimmungsregelung, bei der die Menschen selbst im Voraus entscheiden, ob sie sich zur Organentnahme bereit erklären.

Beide Entscheidungen erfordern, die Menschen ausdrücklich zu ermuntern und zu unterstützen, sich mit der Frage nach einer Organspende auseinanderzusetzen, im Idealfall gemeinsam mit ihren Angehörigen. Auf diese Weise kann eine gefasste Entscheidung für oder gegen eine Organspende eine große Entlastung für das persönliche Umfeld und Ärzte bedeuten.

Im Deutschen Bundestag wird es in diesem Jahr noch eine Entscheidung geben, wie in Zukunft mit der Organspende verfahren wird und welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden können, die Zahl der Spender zu erhöhen.

Vor diesem Hintergrund lädt die SPD Eschweiler zu einer Diskussionsveranstaltung mit den Bundestagsabgeordneten Claudia Moll und Ulla Schmidt (Aachen) ein. Die beiden Parlamentarierinnen werden die verschiedenen Gesetzentwürfe vorstellen und für einen Austausch mit interessierten Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stehen.

Die öffentliche Veranstaltung findet am Mi., 10.07.2019 um 19:00 Uhr in der Festhalle Dürwiß statt.

 
 

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