Oliver Liebchen bleibt Vorsitzender

Veröffentlicht am 23.09.2018 in Stadtverband

Der SPD-Stadtverband Eschweiler wählt neu und gibt einen Ausblick auf die politischen Aktivitäten

Eschweiler. Eschweilers Sozialdemokraten stellen die Signale auf Stabilität: Der neue Stadtverbandsvorstand der SPD ist auch weitgehend der alte. Dies und noch mehr entschieden 57 von 88 Delegierten bei ihrer Konferenz am Samstag im Kulturzentrum Talbahnhof.

Aktuelle politische Akzente – natürlich gab es die im Tagungslokal mit Gleisanschluss, zumindest andeutungsweise. So erklärte mit Bürgermeister Rudi Bertram einer der prominentesten Sozialdemokraten mit Blick auf die nächste Sitzung des Planungsausschusses zu den Planungen für das Areal des abgerissenen City-Centers: „Am Donnerstag werdet Ihr Einiges dazu hören.“ Sprach‘s und verabschiedete sich zu Gesprächen und Verhandlung ins Rathaus.

Zu den Protesten und Auseinandersetzungen im Hambacher Forst wog der alte und neue Stadtverbandsvorsitzende Oliver Liebchen die Interessen von Demonstranten und RWE-Mitarbeitern ab. Sympathien ließ der Politiker dabei eher für die Beschäftigten und eingesetzten Polizisten erkennen, die „übelst attackiert“ worden seien. Das Unternehmen bewege sich bei der Räumung des Waldgebiets auf sicherem Boden: „RWE handelt nach Recht und Gesetz.“ 

Wichtig waren für Liebchen aber auch noch, die Aktivitäten der Genossen aus Eschweiler im Zuge der Kampagnen „Tihange abschalten“ und „Den Propsteier Wald öffnen“. Im Kampf gegen das belgische Atomkraftwerk habe der Europaabgeordnete Arndt Kohn aus Vicht Termine vor Ort in der Wallonie wahrgenommen. Auch die Bundestagsabgeordnete Claudia Moll, zu Hause im Ortsverein Dürwiß/Neu-Lohn, sei in dieser Sache ebenso aktiv geworden wie beim Propsteier Wald. Sein eigener Brief an die Bundesagentur für Immobilienangelegenheiten (Bima) sei bis dato noch immer nicht beantwortet worden.

Fraktionsvorsitzende Nadine Leonhardt freute sich: „Wir haben 2018 das Haushaltssicherungskonzept verlassen.“ Ihre Schwerpunkte: Investitionen in Schulen und Kindertagesstätten sowie in den Ausbau von Radwegen und Breitband-Kabelnetzen. Weitere Akzente behält die Chefin der SPD im Rat dabei fest im Blick und zeigt dabei eine Neigung zu neuen, originellen Konzepten: „Wir wollen mehr Kontakt zwischen Jung und Alt und fördern die Idee eines generationsübergreifenden „Urbanen Gartens“ in der Innenstadt. Hier werden in Zukunft Interessierte gemeinsam gärtnern können.“ 

Und noch etwas: „Die Integration von Flüchtlingen ist eine Aufgabe, die uns die nächsten Jahre begleiten wird.“ Um Eschweiler als Wirtschaftsstandort zu sichern, setzen Nadine Leonhardt und die Ihren auf die Grenzen überschreitende Zusammenarbeit: „Wir treiben die Kooperation mit Aachen durch unseren Vorstoß mit der SPD-Fraktion für ein gemeinsames Gewerbegebiet mit Aachen voran.“ 

Nicht zuletzt den politischen Meinungskampf mit Alexander Gauland, Alice Weidel und anderen Vertretern der AfD im Bundestag stellte Parlamentarierin Claudia Moll in ihrem Report aus Berlin heraus. Tief pessimistisch klang ihre Zusammenfassung: „Es wird immer schlimmer!“

Die Gewählten im Überblick

Bei der Delegiertenkonferenz der Eschweiler SPD im Talbahnhof wurden gewählt: Vorsitzender: Oliver Liebchen (Stellvertreterin: Claudia Moll und Dietmar Krauthausen), Geschäftsführer: Ugur Uzungelis (Aaron Möller), Kassiererin: Angelika Köhler (Rainer Greven). Die Beisitzer: Monika Streicher, Wolfram Markus, Klaus Fehr, Willi Broschk, Gaby Cremer, Lukas Greven, Harald Kommer, Michael Roth, Monika Medic, Hans-Günter Bömeke, Günter Badura, Andreas Lutter und Wilfried Schmitz. 

Die stellvertretende Städteregionsrätin Christiane Karl und Fraktionsvorsitzende Nadine Leonhardt gehören dem Vorstand als „Geborene Mitglieder“ an.

 
 

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