Antrag: Einrichtung eines Co-Working-Spaces in Eschweiler

Veröffentlicht am 18.05.2018 in Ratsfraktion

Die Arbeitswelt unterliegt – auch unter dem Einfluss der Digitalisierung – einem raschen gesellschaftlichen Wandel. Gerade junge Unternehmen, Start-ups und Selbständige nutzen im Zuge der Digitalisierung zunehmend flexible und mobile Arbeitsplätze. Co-Working-Spaces bieten die Möglichkeit, in einem offenen Büro kurzfristig und flexibel einen Arbeitsplatz zu mieten. Ein Arbeitsplatz und Infrastruktur wie zum Beispiel Drucker, Telefon, Internet und Besprechungsräume werden zur Verfügung gestellt. Der Anteil an dieser Form der Arbeitsgestaltung und der daraus entstehenden Co-Working Angebote steigt deutschlandweit seit Jahren.

Die SPD-Fraktion Eschweiler möchte neben der klassischen Wirtschaftsförderung auch diese neuen Strukturen der Arbeit und des Austausches fördern und hat aufgrund dessen die Einrichtung eines Co-Working-Spaces in Eschweiler beantragt, um den niederschwelligen Einstieg in die Selbständigkeit für Gründer zu ermöglichen, neue Ideen zu fördern und Kontakte zwischen Interessierten und Teilnehmenden zu intensivieren.

Ein Co-Working-Space kann zum Beispiel in leerstehenden oder nicht genutzten Gebäuden in der Innenstadt eingerichtet werden.

Ziel eines Co-Working-Spaces in Eschweiler sollte sein, jungen GründerInnen und oder IdeenentwicklerInnen die Möglichkeit zur Verwirklichung ihrer Vision zu geben ohne hohe Investitionskosten tätigen zu müssen. Auch ist es durchaus gewünscht, dass die Arbeit in Co-Working-Spaces gar noch vor einer Ausgründung oder fertigen Idee ansetzt und folgerichtig gerade Anreize für Start-ups oder Ideenentwickler schafft, sich intensiv und kostenneutral mit ihrem Projekt zu beschäftigen. Die Nähe zur RWTH und FH Aachen und die insgesamt hohe Start-up-Quote in unserer Region stellen sich als enormen Vorteil, auch vor dem Hintergrund des Strukturwandels, dar.

Ein Co-Working-Space in Eschweiler soll neben der Arbeit an einem Projekt oder der Entwicklung an einer Idee auch zu einem kreativen Austausch unter den NutzerInnen dieses Ortes führen. Ebenso denkbar ist auch die zeitlich limitierte Anwesenheit von Beratungspersonen. So könnte beispielsweise die Zusammenarbeit mit einer Gründungsberatung oder Finanzierungsberatung in einem Co-Working-Space intensiviert werden.

Die Einrichtung eines Co-Working-Spaces in Eschweiler sollte möglichst zügig erfolgen und kurzfristig in Zusammenarbeit mit potenziellen Partnern (RWTH, FH, Forschungszentrum, GeTeCe, Agentur für Arbeit, etc.) entwickelt und eingerichtet werden.

In einem ersten Schritt könnte – analog zum Beispiel zur Stadt Düren – ein zeitlich begrenzter Co-Working Space im Gebäude Marktstraße 9 eingerichtet werden. Mitmachen sollte für jeden durch das Angebot von Tages- Wochen- und Monatspauschalen möglich sein. Unterstützt werden sollte diese Pilotphase durch öffentliche Veranstaltungen, die der Information und Vernetzung dienen. Unternehmen in Eschweiler sollten des Weiteren eingeladen werden, das Angebot zu nutzen, zeitweise in einer neuen Arbeitsumgebung zu arbeiten und neue Kontakte zu knüpfen. Die Erfahrungen sollten dann in einen dauerhaften Standort und ein ausgearbeitetes Konzept im Rahmen der Wirtschaftsförderung münden.

Auch eine Weiterentwicklung der Co-Working Spaces hin zu „Fab-Labs“ ist sinnvoll und sollte geprüft werden.

Langfristig kann als Standort aus Sicht der SPD-Fraktion auch der alte Lokschuppen auf der Talstraße zu einem „Co-Working-Space“ entwickelt werden, der Gründerinnen und Gründern, klugen Köpfen und Entwicklern von Ideen einen Arbeitsplatz zur Verfügung stellt, Beratungsmöglichkeiten vor Ort ermöglicht, ein Café, Aufenthalts- und Freizeiträume bietet und auch für Seminare oder Bildungsangebote, bsp. der VHS genutzt werden kann. Der Lokschuppen an der Talstraße soll durch seinen altindustriellen Flair in idealer Weise die Brücke zwischen altindustrieller Revolution und Digitaler Revolution bauen und Menschen unserer Stadt sowie unserer Region für die Entwicklung weiteren Fortschritts oder die Inanspruchnahme von Beratungs- und Bildungsangeboten zur Verfügung stehen.

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