Wahlcheck Gewerbe & Industrie

Veröffentlicht am 14.05.2014 in Stadtverband

Rudi Bertram

Die Eschweiler Nachrichten / Eschweiler Zeitung hat heute Teil 4 ihres "Wahlchecks" zur Kommunalwahl am 25. Mai veöffentlicht.

Die Fragen zum Wahlcheck Gewerbe Industrie hat für die SPD der SPD-Bürgermeisterkandidat Rudi Bertram beantwortet.

1. Die Einzelhändler klagen, doch der Ruf Eschweilers als Einkaufsstadt ist nach wie vor gut. Was wollen Sie tun, um den Einzelhandel in der Innenstadt weiter zu stärken?

Wichtige und richtige Entscheidungen waren die Sanierung sowie die Umgestaltung der südl. Innenstadt, in die rund 15 Mio. € investiert wurden. Das Einkaufsangebot und die Aufenthaltsqualität in diesem Bereich der City sind dadurch eindeutig gesteigert worden. Nun wird die nördl. Innenstadt angepackt. Für den Marktbereich gibt es ein Fassadenprogramm, ein neues Beleuchtungskonzept und eine neue Fahrbahndecke sowie die Neuanlage von ebenerdigen Baumbeeten, die Marktplatzfläche als solche bleibt unverändert. Die geplante Neugestaltung der Grenzmauer zu St. Peter & Paul wird nochmals intensiv mit den Marktanliegern sowie den Eigentümern, vor allem aber mit den Vertretern der Kirche, ergebnisoffen erörtert.

Weiterhin werde ich in der Kaufmannschaft dafür werben, dass der Einzelhandel dem Kunden in der Innenstadt gemeinsame, verlässliche Öffnungszeiten anbietet. Dies könnte zunächst testweise über einen bestimmten Zeitraum oder probeweise, z.B. einmal monatlich samstags, erfolgen, so dass die Reaktionen und das Verhalten der Kunden hierauf beobachtet und besser eingeschätzt werden können.

Darüber hinaus sollten Stadt und Citymanagement gemeinsam die Einkaufsstadt Eschweiler intensiver, vor allem im regionalen Umfeld, bewerben. Ebenso sind die bereits begonnenen Maßnahmen zur Stärkung des Internetkaufs durch Eschweiler Geschäfte weiter zu vertiefen, so dass Kaufkraft in der Stadt gebunden bleibt bzw. neu generiert wird und der Internethandel sich als lukrative Ergänzung zum üblichen Handelsgeschäft entwickelt.

2. Eschweiler hat eine der höchsten Arbeitslosenquoten der Region. Welche Hebel wollen Sie ziehen, um mehr Menschen in Eschweiler in einen Job zu bringen?

Ansässige Unternehmen, Handel, Handwerk und Gewerbe müssen im Rahmen der Wirtschaftsförderung weiterhin kompetent betreut und gefördert werden. Außerdem sollen neue Firmen für unsere Stadt interessiert und hier angesiedelt werden, nur dadurch erhalte ich bestehende und schaffe neue Arbeits- und Ausbildungsplätze und die Arbeitslosenquote sinkt. Dabei denke ich vor allem an zukunftsorientierte Unternehmen z.B. aus dem Bereich der erneuerbaren Energien, wie auch an Firmen, die sich als Ausgründungen aus den Hochschulen selbständig machen. Hierzu benötigt Eschweiler neue Gewerbe- und Industrieflächen, eine Aufgabe, der sich der neue Stadtrat sehr schnell annehmen muss. Aber nicht nur das Flächenangebot muss stimmen, auch in die sonstigen Standortfaktoren, mit denen Eschweiler im Wettbewerb zu anderen Städten steht, muss weiter investiert werden. Hierzu zählen Wohnen, Kindergärten, Schulen und Freizeit. Diese Bausteine sind genau so wichtig wie stabile Gebühren und Steuersätze. Darüber hinaus müssen wir alle uns des positiven Images unserer Stadt noch mehr bewusst werden und es auch kommunizieren, so dass der Wirtschaftsstandort Eschweiler in der Region und darüber hinaus an Attraktivität gewinnt.

3. Das RWE-Kraftwerk ist ein Auslaufmodell, manche sprechen von einem erneuten Strukturwandel: Welche Impulse wollen Sie setzen, damit Eschweiler den Wandel glimpflich vollzieht?

Die Stadt hat einen ersten Impuls bereits gesetzt, der Slogan „Eschweiler -mit Energie in die Zukunft“ bedeutet zum einen, dass wir Energiestadt bleiben wollen, z.B. durch die Ansiedlung von Neue-Energie-Unternehmen, aus Energieerzeugung, -versorgung und -vermarktung. Dazu arbeiten wir u.a. bei der IRR - Industrieregion Rheinisches Revier aktiv mit, einem Zusammenschluss, der sich um den Wirtschaftsraum nach dem Ende der Braunkohle kümmert. Der Slogan bedeutet andererseits aber auch, dass wir mit Energie die Herausforderungen dieses neuerlichen Strukturwandels angehen. Neben der weiteren Förderung und Entwicklung Eschweilers als regional bedeutende Einkaufsstadt zählt dazu, dass wir uns um Förderprogramme der EU, des Bundes und des Landes bemühen, die zu einer Stärkung des Wirtschaftsstandortes Eschweiler beitragen. Hier ist wegen der guten Verkehrsinfrastruktur ein Ansatzpunkt der weitere Ausbau der Logistikbranche, also Unternehmen, die Warenkommissionierung und -umschlag betreiben und beschäftigungsfördernd sind. Ich setzte dabei auf eine engagierte und qualifizierte städtische Wirtschaftsförderung, die jederzeit als echter „Kümmerer“ Ansprechpartner der Unternehmen ist, sie betreut und aktives Standortmarketing betreibt.

 
 

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