17.10.2017 in Unterbezirk

Wahlkreise gewonnen und am Ende trotzdem verloren

 

Beim SPD Unterbezirksparteitag hält sich die Freude über lokale Erfolge in Grenzen. Ziel: Machtwechsel in der Städteregion 2020.

„Wir sind stolz darauf, was wir im letzten Jahr geleistet haben.“ SPD Unterbezirksvorsitzender Martin Peters zog nach vier Stunden SPD-Unterbezirksparteitag im Talbahnhof sein Resümee. Warum die SPD bei der Bundestagswahl abgewatscht wurde und Martin Schulz seine Partei mit nur noch 20 Prozent der Wählerstimmen in die Opposition führt, begründete der Stolberger so: „Diese 20 Prozent hatten die Demoskopen nach der ersten Schulz-Begeisterungs-Welle vorhergesagt“, erinnerte Martin Peters und schloss: „So ist es ja dann auch gekommen.“

Wo aber lagen die Fehler für das schlechte Abschneiden der Partei, die sich gegen den Trend des Populismus, der Angstmacherei und der Herabwürdigung anderer wehrt? „Schon im NRW-Landtagswahlkampf hätte Martin Schulz nicht nur Hannelore Kraft eine Bühne bieten dürfen. Er hätte eine gute Story erzählen müssen. Eine Geschichte, wofür die SPD steht und einsteht“, urteilte der Unterbezirksvorsitzende. Also hätte seine Partei sich im Land festlegen müssen, bei der Staubekämpfung auf den Straßen, bei der inneren Sicherheit und beim Unterrichtsausfall.

 

27.09.2017 in Unterbezirk

Die neue Abgeordnete Claudia Moll und ein „sehr aufregender Abend"

 

Claudia Moll hat für die SPD die meisten Erststimmen in der Städteregion auf sich vereint und zieht als Abgeordnete für ihre Partei in den Bundestag ein. Am Ende setzte sie sich knapp gegen den CDU-Kandidaten Helmut Brandt durch. Wir stellten der 48-jährigen gebürtigen Eschweilerin nach ihrem Wahlsieg einige Fragen.

Herzlichen Glückwunsch zum Einzug in den Bundestag, Frau Moll! Das wird eine kurze Nacht für Sie gewesen sein…

Claudia Moll: Der Abend war für mich natürlich sehr aufregend, weil es ja auch sehr knapp war. Als das Ergebnis endlich feststand, war ich sehr erleichtert und froh, den Abend im Kreise meiner Freunde und Familie feiern zu können. Das Ergebnis der SPD war für uns alle natürlich enttäuschend. Große Sorge bereitet mir der stattfindende Rechtsruck in unserer Gesellschaft, der sich leider auch im Wahlergebnis widerspiegelt. 

 

27.09.2017 in Unterbezirk

Keine Angst vor großen Tieren in Berlin

 

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Claudia Moll blickt gelassen auf ihre neue Aufgabe im Bundestag. Wahlkampf hat Spaß gemacht.

Die erste Überraschung gelang Claudia Moll vor gut einem Jahr. Nur die wenigsten Genossinnen und Genossen – sie selbst eingeschlossen, wie sie damals gegenüber unserer Zeitung sagte – hätten im Oktober 2016 darauf gewettet, dass sich die 47-jährige Stadtverordnete aus Eschweiler bei der innerparteilichen Kandidatenkür gegen Markus Conrads (Alsdorf) und Janine Köster (Roetgen) durchsetzen würde. Doch das gelang ihr. Knapp zwar – erst im zweiten Wahlgang und da auch nur mit drei Stimmen Vorsprung –, aber es gelang ihr. Knapp war es auch am Sonntag. Doch danach fragt heute niemand mehr: Claudia Moll ist direkt gewählte SPD-Bundestagskandidatin für den Altkreis Aachen. Heute nimmt sie an der ersten Sitzung der SPD-Fraktion in Berlin teil, während der bisherige direkt gewählte Kandidat von der CDU, Helmut Brandt, sein Büro in Berlin in den nächsten Tagen räumen muss. Was für eine Geschichte!

 

27.09.2017 in Unterbezirk

„Moll-Effekt“ im Altkreis Aachen

 

SPD-Kandidatin Claudia Moll sichert sich überraschend das Direktmandat. Helmut Brandt (CDU) fehlen 733 Stimmen. Zufriedene Gesichter bei der FDP. Grüne und Linke hadern mit ihrem Abschneiden.

Heute Mittag wollte Claudia Moll eigentlich in den Flieger steigen und sich nach einem langen und anstrengenden Wahlkampf eine Woche Urlaub in der Sonne gönnen. Daraus wird nun nichts, die SPD-Direktkandidatin im Altkreis Aachen muss ihre Pläne kurzfristig ändern. Denn schon am morgigen Dienstag wird sie zur ersten Sitzung der neuen Fraktion in Berlin erwartet. Durchaus überraschend und nach einem unglaublich spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen hat sie sich gegen Helmut Brandt von der CDU durchgesetzt und zieht erstmals in den Deutschen Bundestag ein. 

Den Sieg sicherte sich die Eschweilerin am Ende mit einem hauchdünnen Vorsprung, den Städteregionsrat und Wahlleiter Helmut Etschenberg kurz vor 22.30 Uhr im Haus der Städteregion als vorläufiges Endergebnis verkündete: Auf Moll entfielen 36,89 Prozent der Stimmen, Brandt kam auf 36,46 Prozent – er erhielt gerade mal 733 Stimmen weniger als die Sozialdemokratin. 

Der Alsdorfer ist somit bei seinem Versuch, erneut direkt nach Berlin zu kommen, gescheitert. Eine letzte Hintertüre könnte sich über die Landesreserveliste öffnen, wo Brandt auf Platz 20 geführt wird. Allerdings mochte der 66-Jährige am späten Abend selber nicht so recht daran glauben, die endgültige Entscheidung dürfte erst am heutigen Montagmorgen fallen.

 

29.10.2016 in Unterbezirk

Aachen-Land: SPD nominiert Bundestagskandidaten - Claudia Moll Kandidatin für den Deutschen Bundestag

 

Claudia Moll aus Eschweiler wird für die SPD um den Einzug in den Bundestag im nächsten Jahr kämpfen. Die 47-Jährige aus Eschweiler setzte sich am Samstag Vormittag bei der Kreiswahlkonferenz ihrer Partei in Würselen gegen Markus Conrads (45) aus Alsdorf und Janine Köster (35) aus Roetgen durch.

Nach dem ersten Wahlgang lag sie mit 23 Stimmen noch hinter Conrads, der 32 Delegierte hinter sich wusste, und knapp Köster, die 20 Stimmen erhielt. In der Stichwahl konnte Moll dann jedoch Conrads mit 41 zu 35 Stimmen schlagen.

Claudia Moll ist seit 26 Jahren verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter und ist von Beruf Altenpflegerin. Seit 1998 ist sie in der SPD in verschiedenen Funktionen aktiv, seit 2009 ist sie Mitglied im Eschweiler Stadtrat. Im Wahlkreis Aachen-Land, der das Gebiet des früheren Kreises Aachen umfasst, wird sie es insbesondere mit dem CDU-Kandidaten Helmut Brandt (Alsdorf) aufnehmen müssen, der seit elf Jahren Bundestagsabgeordneter ist.

(Quelle: Aachener Nachrichten / Aachener Zeitung online vom 29.10.2016; Bericht von Jutta Geese)

 

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