27.09.2017 in Unterbezirk

Keine Angst vor großen Tieren in Berlin

 

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Claudia Moll blickt gelassen auf ihre neue Aufgabe im Bundestag. Wahlkampf hat Spaß gemacht.

Die erste Überraschung gelang Claudia Moll vor gut einem Jahr. Nur die wenigsten Genossinnen und Genossen – sie selbst eingeschlossen, wie sie damals gegenüber unserer Zeitung sagte – hätten im Oktober 2016 darauf gewettet, dass sich die 47-jährige Stadtverordnete aus Eschweiler bei der innerparteilichen Kandidatenkür gegen Markus Conrads (Alsdorf) und Janine Köster (Roetgen) durchsetzen würde. Doch das gelang ihr. Knapp zwar – erst im zweiten Wahlgang und da auch nur mit drei Stimmen Vorsprung –, aber es gelang ihr. Knapp war es auch am Sonntag. Doch danach fragt heute niemand mehr: Claudia Moll ist direkt gewählte SPD-Bundestagskandidatin für den Altkreis Aachen. Heute nimmt sie an der ersten Sitzung der SPD-Fraktion in Berlin teil, während der bisherige direkt gewählte Kandidat von der CDU, Helmut Brandt, sein Büro in Berlin in den nächsten Tagen räumen muss. Was für eine Geschichte!

 

27.09.2017 in Unterbezirk

„Moll-Effekt“ im Altkreis Aachen

 

SPD-Kandidatin Claudia Moll sichert sich überraschend das Direktmandat. Helmut Brandt (CDU) fehlen 733 Stimmen. Zufriedene Gesichter bei der FDP. Grüne und Linke hadern mit ihrem Abschneiden.

Heute Mittag wollte Claudia Moll eigentlich in den Flieger steigen und sich nach einem langen und anstrengenden Wahlkampf eine Woche Urlaub in der Sonne gönnen. Daraus wird nun nichts, die SPD-Direktkandidatin im Altkreis Aachen muss ihre Pläne kurzfristig ändern. Denn schon am morgigen Dienstag wird sie zur ersten Sitzung der neuen Fraktion in Berlin erwartet. Durchaus überraschend und nach einem unglaublich spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen hat sie sich gegen Helmut Brandt von der CDU durchgesetzt und zieht erstmals in den Deutschen Bundestag ein. 

Den Sieg sicherte sich die Eschweilerin am Ende mit einem hauchdünnen Vorsprung, den Städteregionsrat und Wahlleiter Helmut Etschenberg kurz vor 22.30 Uhr im Haus der Städteregion als vorläufiges Endergebnis verkündete: Auf Moll entfielen 36,89 Prozent der Stimmen, Brandt kam auf 36,46 Prozent – er erhielt gerade mal 733 Stimmen weniger als die Sozialdemokratin. 

Der Alsdorfer ist somit bei seinem Versuch, erneut direkt nach Berlin zu kommen, gescheitert. Eine letzte Hintertüre könnte sich über die Landesreserveliste öffnen, wo Brandt auf Platz 20 geführt wird. Allerdings mochte der 66-Jährige am späten Abend selber nicht so recht daran glauben, die endgültige Entscheidung dürfte erst am heutigen Montagmorgen fallen.

 

27.09.2017 in Stadtverband

Genossen zeigen dem Trend die Rote Karte

 

In Eschweiler hat die CDU der SPD nichts entgegenzusetzen. Claudia Moll zieht nach Berlin . AfD deutlich unter Bundesdurchschnitt.

Kurz nach 18 Uhr. Im Rathaus herrscht Schockstarre. Die meisten derer, die hier das Ergebnis der Bundestagswahl abwarten, sind entsetzt über das Abschneiden der AfD. Betroffenheit allerorten – auch wenn einige das so hatten sehen kommen, viele hatten bis zuletzt anderes erhofft.

Demokratie, Toleranz, Respekt: Werte, die sich die hier vertretenen Parteien auf die Fahnen geschrieben haben. Jetzt werden dem Bundestag erstmals an die 100 Rechtsextreme angehören, in deren Partei Rassisten und völkische Nationalisten deutsche, europäische und humanitäre Grundwerte mit Füßen treten. 

„Ich bin fassungslos, wie viele Idioten AfD gewählt haben“, kommentiert Linke-Vertreter Albert Borchardt das Wahlergebnis. „Wir rackern und tun und machen – und die tun nichts als Hassparolen zu streuen und das Klima zu vergiften.“

Auch Christiane Karl, stellvertretende Städteregionsrätin, ist im Rathaus. Und macht vor laufenden Fernsehkameras aus ihrer Betroffenheit kein Hehl. Nadine Leonhardt, SPD-Fraktionschefin in Eschweiler, sieht die Ursache für den Rechtsruck auch bei den etablierten Parteien: „Viele Menschen haben den Kontakt zur Demokratie verloren, Soziale Medien verbreiten Unwahres, und die Leute verlieren die Orientierung.“ Claudia Moll sei das Beispiel, das es auch anders gehe: „Wenn man nahe bei den Menschen ist, ist man glaubhaft und vertrauenswürdig.“


 

18.09.2017 in Arbeitsgemeinschaften

AG 60 plus der Eschweiler SPD ist erfreut: Zwei weitere Bänke konnten aufgesetzt werden

 

Auf Beschluss der Arbeitsgemeinschaft 60 plus der SPD Eschweiler sollen im Eschweiler Stadtgebiet an ausgewählten Standorten, insbesondere im Bereich von Wander- und Radfahrrouten, Ruhebänke aufgestellt werden.

Eine Bank befindet sich ja schon am Indeufer. Nun erhielt die Vorsitzende Angelika Köhler der SPD AG 60 plus wieder die Mitteilung, dass zwei weitere Ruhebänke aufgestellt wurden. Eine der Bänke befindet sich in Dürwiß auf einem Feldweg hinter der Straße „Am Fließ“. Die zweite Bank konnte dank der Erlaubnis von Herrn Dr. und Frau Dr. Hagemann an der Parkklinik auf dem vor kurzem eröffneten Rundwanderweg in Röhe aufgestellt werden und wurde nun von Herrn Florian Kuß, stellv. Geschäftsführer der Röher Parkklinik, Mitgliedern der SPD AG 60 und Klaus Fehr, Leiter des Röher Stadtteil-Arbeitskreises des Eschweiler Geschichtsvereins besichtigt.

Alle Teilnehmer finden, dass die Bank zum Verweilen einlädt und man von dort einen wunderbaren Blick in die freie Natur hat. Klaus Fehr bedankte sich recht herzlich bei der SPD AG 60 plus für die Entscheidung, die Bank an dieser Stelle platziert zu haben.

 

18.09.2017 in Stadtverband

Eine Arbeiterin als Kandidatin? „Könnt ihr haben!“

 

Claudia Moll ist Altenpflegerin und Direktkandidatin der SPD. Die Eschweilerin setzt auf Bildung, Strukturwandel, Arbeit und Rente.

Urlaub hat sie in diesem Jahr noch nicht gemacht. Vom Meer kann sie derzeit nur träumen. Der Wahlkampf geht vor. Claudia Moll will in den Bundestag. „Die SPD wollte eine Arbeiterin als Kandidatin. ,Könnt ihr haben!‘, hab‘ ich gesagt.“ Die 48-jährige Eschweilerin, die seit zwei Jahrzehnten der SPD angehört, kennt als examinierte Altenpflegerin das Leben auch von seinen oft nur schwer zu ertragenden Seiten. Jahrlang hat sie mit Menschen gearbeitet, die am Rand der Gesellschaft leben. „Leute, die nie erfahren hatten, ernstgenommen oder respektvoll behandelt zu werden.“ Sie hat bittere Armut kennengelernt, kennt die Sorgen und Probleme Alleinerziehender, ihren Kampf mit Ämtern und Bürokratie. Und kann den Spruch „Uns geht‘s doch gut!“ nicht mehr hören. „Ich kenne etliche Leute, die sich notwendige Medikamente einfach nicht leisten können – das ist unvorstellbar!“

 

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