Tihange & Doel: Juso-Stadtverband Eschweiler bleibt dran

Veröffentlicht am 08.03.2018 in Jusos

In einem erneuten Schreiben an den Geschäftsführer der Betreiberfirma der Kernkraftwerke Tihange und Doel unterstreichen die Jusos des Stadtverbandes die Besorgnis der Bewohnerinnen und Bewohner der Grenzregion.

Insbesondere mit Blick auf den kürzlich bekannt gewordenen kritischen Zustand des Reaktors 1 in Tihange stellen die Jusos insbesondere die Frage, wie ENGIE electrabel vertreten kann, die beiden augenscheinlich risikobehafteten Reaktoren 1 und 2 im AKW Tihange weiter zu betreiben, obwohl die Störfälle und etlichen Abschaltungen einem dauerhaft sicheren Betrieb entgegenstehen? Anknüpfend an einen Schriftverkehr mit der Betreiberfirma aus dem Jahr 2016 nehmen die Jusos auch erneut Bezug auf den durch tausende Mikrorisse beeinträchtigen Reaktor 2 in Tihange.

Der Geschäftsführer ENGIE electrabels betonte damals, dass die Risse „nichts mit dem Nuklearbetrieb als solchem zu tun hat“, sondern bei den „Schmiedearbeiten am Stahl der Druckbehälter“ aufgetreten seien. Die Jusos formulieren jedoch die berechtigte Frage, inwiefern die Qualität des Materials der Druckbehälter, welche zur Infrastruktur des Nuklearbetriebes gehören, von diesem zu trennen sei. Es bliebt abzuwarten, wie Electrabel das offensichtlich enorme Risiko des Betriebs der beiden beschädigten Schrott-Reaktoren glaubhaft verteidigen will.

Schreiben der Jusos Eschweiler als PDF-Dokument anzeigen

 
 

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