Ratsfraktion und Stadtverband der SPD Eschweiler: Kassenärztlicher Notdienst ist Daseinsvorsorge

Veröffentlicht am 15.03.2018 in Stadtverband

Anlässlich der Berichterstattung der Eschweiler Zeitung / Eschweiler Nachrichten über die Pläne der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein zur Neustrukturierung des kassenärztlichen Notdienstes erklären die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Eschweiler Nadine Leonhardt und der Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes Eschweiler Oliver Liebchen:

„Die Pläne der KVNO, den kassenärztlichen Notdienst für Erwachsene am St.-Antonius-Hospital Eschweiler und den kassenärztlichen Notdienst für Kinder am Bethlehem-Krankenhaus in Stolberg zu konzentrieren, folgen der Entscheidung über die Schließung der Geburtshilfe am St.-Antonius-Hospital. Richtig ist, dass das Bethlehem-Krankenhaus – anders als das St.-Antonius-Hospital – eine Klinik für Kinder- und Jugendmedizin vorhält. Klar ist aber auch, dass die Pläne der KVNO nicht auf fachlichen, sondern ausschließlich auf wirtschaftlichen Überlegungen basieren.

Schon heute ist die Vorsprache beim kassenärztlichen Notdienst – egal, ob in Eschweiler oder in Stolberg – mit langen Wartezeiten verbunden. Die Konzentration zweier Bereiche an zwei verschiedenen Orten wird sicherlich nicht zur Entspannung dieser Lage beitragen. Die Wegstrecke, die in Zukunft für eine Vorsprache zurückgelegt werden muss, kommt erschwerend hinzu. In besonderem Maße wird dies Alleinerziehende mit geringem Einkommen und ohne PKW betreffen, die mit ihren Kindern von Eschweiler nach Stolberg müssen.

Wir bedauern sehr, dass diese Diskussion überhaupt stattfindet. Für die Eschweiler SPD gehört die unmittelbare Erreichbarkeit des kassenärztlichen Notdienstes zur Daseinsvorsorge. Wirtschaftliche Berechnungen müssen in diesem Zusammenhang eine untergeordnete Rolle spielen.

Wir bedanken uns bei der Eschweiler Bürgerinitiative „BIENE“, die sich bereits seit 2014 für den Erhalt der Praxis in Eschweiler einsetzt. Dass die KVNO die seinerzeit vorgelegten Pläne zur Schließung beider Praxen in Eschweiler und Stolberg zur Seite gelegt hat, ist auch ihr Verdienst."

 
 

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