Die SPD würdigt das Leben und Wirken von Hans Ferner

Veröffentlicht am 08.02.2015 in Unterbezirk

Hans Ferner

Die Geschäftsstelle des SPD-Unterbezirks Aachen-Land am Willy-Brandt-Ring 1 in Alsdorf soll künftig „Hans-Ferner-Haus“ heißen.

Das hat der Unterbezirksvorstand jetzt einstimmig beschlossen.

Damit wird an einen Sozialdemokraten erinnert, der in unterschiedlichen Funktionen die Arbeit der SPD und die Region entscheidend mitgeprägt hat. Der Antrag für die Namensgebung war von der SPD-Alsdorf gestellt worden. „Wir sind sehr stolz darauf, dass das Andenken an Hans Ferner, der am 23. Dezember 1928 in der Eifel geboren wurde und in Alsdorf gelebt hat, würdig herausgehoben und an sein Lebenswerk erinnert wird“, sagt Alsdorfs SPD-Stadtverbandsvorsitzender Hans-Peter Thelen.

Hans Ferner hat die klassische Laufbahn eines engagierten Sozialdemokraten durchlaufen. Nach Besuch von Volksschule und Gymnasium, absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Telegrafen-Handwerker und Schlosser. Später wurde er leitender Angestellter und war seit 1971 Betriebsdirektor für Personal- und Sozialwesen beim Eschweiler Bergwerksverein. Sein früheres Büro als PS-Direktor ist der heutige Sitzungsaal in der SPD-Geschäftsstelle am Willy-Brandt-Ring. Von seiner sozialen Verantwortung und einer großen Hilfsbereitschaft geprägt, war Hans Ferner jederzeit vor allem immer ein Anwalt für die Sorgen und Nöte der sogenannten kleinen Leute. Wo er helfen konnte, da hat er stets geholfen.

Hans Ferner war Gewerkschafter durch und durch. Der Deutschen Postgewerkschaft war er 1947 beigetreten, 1949 der Industriegewerkschaft Bergbau und Energie. Mitglied der SPD wurde Hans Ferner 1953. Seit 1960 engagierte er sich im Unterbezirksvorstand der SPD Kreis Aachen, zu deren Vorsitzender er 1980 gewählt wurde. Von 1967 bis 1973 gehörte er dem Landesausschuss der SPD an. Daneben leitete Hans Ferner den SPD-Ortsverein Alsdorf-Ost, war Mitglied des SPD-Stadtverbandes und von 1958 bis 1980 Mitglied des Rates der Stadt Alsdorf. Doch damit war sein Engagement für die SPD und für die Menschen in der Region noch nicht erschöpft. Seit 1964 arbeitete Hans Ferner im Kreistag mit und war seit 1969 Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.

Hans Ferner war beliebt wegen seiner unprätentiösen Art. Stets stellte er die Sache und nicht sich selbst in den Vordergrund. Er redete wie die „kleinen Leute“, für die er stets ein großes Herz hatte. Und er verstand es, Zusammenhänge zu erkennen sowie Entwicklungen zu analysieren. In der schwierigen Zeit der beginnenden Bergbauanpassungen im Aachener Revier war dies eine Eigenschaft, die auch auf Landesebene geschätzt wurde. Von 1966 bis 1970 und von 1975 bis 1982 gehörte er dem Landtag Nordrhein-Westfalen an. Hans Ferner ist am 3. Oktober 1982 gestorben.

 
 

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