AsF Eschweiler-Mitte: Gleichberechtigung ist oft noch ein Wunschdenken

Veröffentlicht am 03.04.2017 in Arbeitsgemeinschaften

Für die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen ist auch 40 Jahre nach der Gründung in Eschweiler noch viel zu tun. Feierstunde im Seniorenzentrum.

1977 gründete sich die Argebeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in Eschweiler-Mitte mit zwölf Mitgliedern. Der Rückblick auf 40 Jahre bei der „Geburtstagsfeier“ am Samstag zeigte, welche wichtige Arbeit damals geleistet wurde und auch heute noch von den Frauen fortgeführt wird.

Kaum Frauen in der Politik

Als Margot Erkens, Christel Schmidt, Karin Gartzen, Marianne Moritz, Anneliese Dombrowski, Britta Goertz, Inge Henn, Anneliese Lange, Käthe Meyer, Lotte Erhard, Resi Charras und Margot Stiel die AsF gründeten, waren Frauen in der Politik noch deutlich unterrepräsentiert. Auch die Vorsitzende Angelika Werner und Bürgermeister Rudi Bertram erinnerten daran, gegen welche Widerstände gekämpft werden musste, als die SPD 1988 eine Geschlechterquote bei Wahlen einführte.

 

Werner erinnerte bei ihrer Willkommensrede im Städtischen Seniorenzentrum aber auch daran, dass weiter gearbeitet werden muss, damit die AsF ihr bundespolitisches Ziel, die gesellschaftliche Gleichstellung von Frauen und Männern, erreichen kann. Darin wurde sie auch von Bertram, dem SPD-Ortsverbandsvorstizenden Stephan Löhmann, der auf die Geschichte der AsF in der Indestadt zurückblickte, und Bundestagskandidatin Claudia Moll unterstützt.

Besonders Bertram bedankte sich bei der AsF Eschweiler-Mitte für ihre unermüdliche Hilfe im Ortsverband der SPD. So bescheinigte er ihnen, auch mit 40 Jahren noch „voller Tatendrang“, aber auch „jeder Menge Erfahrung“ zu sein. Auch in den kommenden Wahlkämpfen wollen die Damen weiterhin die Sozialdemokratie nach Kräften unterstützen.

Auf lokaler Ebene stehen die bekannten thematischen Schwerpunkte auf dem Programm, wie die stellvertretende Vorsitzende Agi Zollorsch erzählte. Weiterhin sollen mehr Frauen ermuntert werden, sich politisch zu engagieren und ihrer Stimme auch als Mitglieder des Stadtrats Ausdruck zu verleihen. Man will sich auch in Zukunft für U3-Plätze in Kitas engagieren und dafür sorgen, dass Frauen im Stadtbild, beispielsweise bei der Wahl von Straßennamen, genauso wie Männer repräsentiert werden.

Projekte vor Ort

Aber auch für Projekte vor Ort engagierten sich die Damen der AsF. So wurde mit ihrer Unterstützung auf der Skateranlage an der Indestraße ein Unterstand gebaut.Und ehe der Tag in gemütlicher Atmosphäre ausklingen konnte, motivierte Löhmann die anwesenden Gäste nochmal und betonte, dass die SPD eine „starke, selbstbewusste Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen“ benötige. Dies gelte auch im Hinblick auf die Familien- und Frauenpolitik, wie sie die AfD vertrete, weshalb er sich von den Mitgliedern der AsF wünschte: „Bleibt wachsam und setzt euch weiterhin ein!“

(Quelle: Eschweiler Nachrichten / Eschweiler Zeitung vom 03.04.2017)

 
 

Facebook

Mitmachen!