Pressespiegel:

  • Eschweiler, 17. Juli 2011
Ortsverein Eschweiler-West

Einbahnstraße macht Ärger

Wir zitieren die EN/EZ vom 12.07.2011 ( Bericht von Michael Cremer )


Eschweiler Zwischen Bourscheidtstraße und Röthgener Burg liegt, für Passanten nicht einzusehen, ein Areal, dass die Stadt in den nächsten Jahren unter anderem für neue Wohnformen im Alter nutzen will. Bei einer Ortsbegehung des SPD-Ortsvereins West war dieses geplante Neubaugebiet ebenso Thema wie der Kreisverkehr an der Röthgener Straße.

Nicht alles, was die Stadt in Röthgen umgesetzt hat oder noch umsetzen will, findet die ungeteilte Zustimmung aller dort. So sprach am Freitag eine Anwohnerin der Bourscheidtstraße das aus, was viele Oberröthgener nervt: Seitdem die Burgstraße Einbahnstraße ist, müssen sie Umwege mit dem Auto in Kauf nehmen. Peter Kendziora, Vorsitzender des OV West wie des Planungsausschusses, war mit einigen Vorstandskollegen vor Ort und konnte zumindest in einem Punkt beruhigen: Die Einbahnstraßenregelung ermögliche künftig breitere Bürgersteige in der Burgstraße.

Vieles steht noch an in Röthgen und ist zum Teil überfällig, etwa der Verbindungsweg für Fußgänger und Radfahrer zwischen Burgstraße und Ringofen, nach dessen Fertigstellung der Bahnübergang Jägerspfad geschlossen werden soll. Zwischen Bahn und Stadt besteht hier noch Gesprächsbedarf, vor allem in der Frage, wer welche Kosten übernimmt. Kendziora: „Wann der Weg gemacht wird, kann ich noch nicht sagen.“

Klar scheint hingegen zu sein, dass bereits im kommenden Jahr die Erschließungsstraße für das oben genannte Gebiet zwischen Burgstraße und Burgfeld gebaut wird. Sie soll in Höhe des kleinen Parkplatzes in die Bourscheidtstraße münden; der Platz selbst fällt dann weg. Im Zuge der Neubebauung werden jene seit vielen Jahren leer stehenden Häuser an der oberen Burgstraße abgerissen.

Kleine und große Ärgernisse: Auf dem Weg zum Hauptbahnhof stieß die Gruppe am Freitag auf säckeweise wilden Müll, den Unbekannte im kleinen Park an der Röthgener Straße „entsorgt“ hatten. Die Grünanlage war in der jüngsten Vergangenheit sogar als Parkplatz missbraucht worden; heute verhindert ein Findling die Einfahrt. Als unbefriedigen empfinden die Genossen auch die Situation am Hauptbahnhof, denn hier fehlt Parkraum. „Man will, dass die Leute auf Busse und Bahnen umsteigen, aber dann müssen auch genügend Parkplätze her“, forderte Peter Kendziora am Freitag.

„Eschweiler Hof“ verbarrikadiert

Und dann ist da noch der „Eschweiler Hof“. Das Gebäude, von außen wie von innen verkommen, steht seit längerem leer. Zumindest habe die Stadt den Eigentümer zwingen können, Fenster, Türen und das Tor zu verbarrikadieren. Bis dahin hielten sich hier regelmäßig zwielichtige Zeitgenossen auf, die die Nachbarn mit wilden Feten samt Feuerchen erfreuten.

Letzte Station der Ortsbesichtigung war der Bahnübergang Röthgener Straße. Nach dem Ausbau der Straße liegt dieser Abschnitt, in den die Talstraße mündet und für den ein Kreisverkehr vorgesehen ist, immer noch brach.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Leo Gehlen habe sich eingeschaltet, um die Gespräche zwischen der Stadtverwaltung und der EVS als Betreiber der Euregiobahn voranzutreiben, sagte Kendziora. Die EVS müsse der Kreuzungsvereinbarung noch zustimmen; strittig sei vor allem die Finanzierung der Signaltechnik.